50 Jahre - Judo in Oberfranken          Galerie

 

Trainertraining Teil 2 in Kronach

Die TS Kronach war diesmal Gastgeber des zweiten Trainertrainings im Bezirk. Als Thema war durch BJV und DJB die Grundkampfkonzeption für die Ausbildung der Nachwuchswettkämpfer bis 16 Jahre vorgegeben. Das DJB-Nachwuchs-Bundestrainerteam hat es im vergangenen Jahr veröffentlicht. Als Basis für eine spätere Wettkampflaufbahn sollen die Jungen und Mädchen einen Set an Judo-Techniken lernen, der ein Werfen in alle Richtungen ermöglicht sowie im und nach dem Stand-Boden-Übergang einen erfolgreichen Bodenkampf.

Der Charme des Konzepts liegt zum einen in der Übersichtlichkeit – es passt bequem auf eine Din-A4-Seite – und andererseits in der Konzentration auf Klassisches. Man merkt, dass Richard Trautmann, einer der „Designer“, sich am japanischen Wettkampf-Judo orientiert hat. Dazu gehören in der Konsequenz natürlich der Ärmel-Kragen-Griff und das Werfen nach beiden Seiten ohne Griffwechsel.

Ganz ausdrücklich wünschen sich die Bundestrainer bei den Nachwuchs-Judokas bessere Uchi-komi-Fähigkeiten, weshalb dieser Trainingsform im GKKZ (Grundkampfkonzeption) schon allein optisch ein Drittel des Umfangs eingeräumt wird. Wer sich auf den Judo-Matten in Deutschland ein wenig umgeschaut hat, weiß auch, dass nicht überall und nicht im nötigen Umfang im Training Uchi-komi praktiziert wird.

Auf der Kronacher Matte setzten sich die Anwesenden deshalb intensiv mit dem traditionellen Uchi-komi für Sichel- und Eindrehtechniken auseinander, wobei immer wieder an den Details gearbeitet wurde. Es wurde aber auch erkennbar, dass die vielen Wiederholungen nicht umsonst waren, denn am Ende waren die Verbesserungen nicht zu übersehen.

Weitere Informationen sind auf der Oberfranken-Homepage unter der Rubrik „Lehre“ zu finden.