50 Jahre - Judo in Oberfranken          Galerie

 

Judo-Sommerschule in Fichtelberg

Zum 9. Male jährt sich ein Breitensportevent des BJV der Extraklasse- die Judo Sommerschule in Fichtelberg/Bayern.

66 Teilnehmer aus allen Bezirken des Bayerischen Judoverbands trafen sich vom 01.08. bis 08.08.2015 im Sportcamp Fichtelberg. Nach dem allgemeinen Briefing am Samstag schloss sich gleich am selben Tag die 1. Trainingseinheit in der Realschule Wunsiedel an. Joachim Kröppel, Breitensportreferent des BJV, und André Klust, führten anhand des O-soto-otoshi in die neue Grundkampfkonzeption des DJB ein. Am Sonntag übernahm Petra Pfaffl das Training. Vormittags lag der Schwerpunkt der Trainingsarbeit auf Übungen zum Morote-Seoi-nage sowie anschließender praktischer Ausführung im Rahmen verschiedener Anfgaben-Randori. Der Nachmittag stand im Zeichen der Bodenarbeit. Hier zeigte Petra Pfaffl unterschiedliche Varianten der vier Haltegriffe und ihrer Befreiungen. Vertieft wurden die vorgegebenen Techniken durch Übungen  und Spiele.

Iris und Jörg Bischoff, Referenten am Montag und Dienstag, legten den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf den Uchi-Mata mit Vorübungen und Ausführungsvarianten, Haltegriffvariationen  und - Fortführungen zum Waki-Gatame sowie auf Kraft- und Ausdauertraining mit speziellen Formern des Zirkeltrainings. Nach dem Abendessen am Montag ging es in der Dunkelheit mit Fackeln ausgerüstet rund um den Fichtelsee. Für nie Mädels fand am Dienstagabend der Vortrag „Prävention gegen sexuelle Gewalt" statt. Der Referent Markus Bogner, führte anhand von Beispielen in dieses wichtige Thema ein.

Der Mittwochvormittag startete für die Jungs mit dem Vortrag der Mädels vom Vortag. Zeitgleich hatten die Mädels die Gelegenheit  in Niedrigseilgarten und bei den Teamspielen ihre „Stärken“ zu zeigen. Der Mittwochnachmittag stand im Zeichen von Freizeitaktivitäten.  Bei hochsommerlichen Temperaturen ging es zur Abkühlung in  das Freibad nach Arzberg an der tschechischen Grenze. Der Referent am Donnerstag, Herbert Eberlein, legte sein besonderes Augenmerk auf den De- Ashi-Barai, Ko-Soto-Gari, Ko-Uchi-Gari  und Soto-Maki-Komi mit Übergang  vom Stand in den Boden und anschließender Befreiung aus dem Haltegriff. Abgerundet wurden die gestellten Aufgaben durch Staffelspiele und Aufgabenrandori. Traditionell am Donnerstagabend war an Stelle des Abendessens Grillen angsagt.

Der Freitag stand im Zeichen des Tai-otoshi.  Anhand der neuen Grundkampfkonzeption zeigte Mathias Geislinger auf,  wie Tori abhängig von den Reaktionen von Uke durch Handlungsketten mit Tai-otoshi als Ausgangswurf erfolgreich zum Abschluss kommen kann. Am Ende einer interessanten und „heißen“ Woche wurden beim Samstagstraining nochmals die Schwerpunkte der Trainingseinheiten der vergangenen Tage angesprochen und vorgeführt. Mit einem kleinen Präsent an das Betreuerteam Joachim Kröppel, Andre’ Klust, Manfred Schmid, Heinz König, der wie jedes Jahr in bewährter Weise die Matten organisierte, sowie Leona Kröppel bedankten sich die Lehrgangsteilnehmer für eine lehrreiche und interessante Woche.

Nächstes Jahr  feiert die Judo-Sommerschule in Fichtelberg ihr 10. Jubiläum, wo bereits jetzt die Vorarbeiten für dieses besondere Ereignis angelaufen sind. Als herausragendes Breitensportevent hat die Sommerschule einen festen Platz gefunden im Terminkalender des BJV. Ich hoffe auf eine breite Unterstützung sowohl durch den Verband als auch durch alle Judoka, die eine Woche Judo mit Jung und Junggebliebenen in einer angenehmen Atmosphäre und herrlicher Umgebung verbringen möchten.

 

Gerhard Deyerling